A/W 17 Kollektion

Angesiedelt im ehemaligen sozialistischen Berlin in den selbstgeschaffenen Refugien der Zweckbauten und mit liebevoller Widmung an deren Bewohner belebt G O E T Z E seine A/W 17 Garderobe neu. Das ordentliche blaue Hemd des Büroangestellten und die seitlich geknöpfte Trainingshose der jugendlichen Neubaublockhelden haben beide ihren Weg in die Kollektion gefunden. Die Farben repräsentieren sowohl die Architektur als auch das Interieur dieses Szenariums, wobei warme Beigetöne kontrastreich neben Beton- und Steingrau platziert und selbst in einer Reihe zweifarbiger Produkte miteinander kombiniert werden. Die Entwürfe wurden in hochwertigen Stoffen wie Kaschmir, Faux-Sherling und sportiven Tech-materialien realisiert.

© Gero Breloer

Ein Schwerpunkt der Kollektion bleiben weiterhin die für das Label kennzeichnenden aufwendigen Hemden, zu deren schmaler Passform sich diesmal eine neue übergroße Version reiht.  Die Kollektion versucht außerdem den Blick des Betrachters durch die Verschiebung bekannter Detaillinien zu stören, wobei der obere Teil eines Mantels zum Beispiel mit seinen Taschenklappen verschmilzt oder Tascheneingriffe bewusst versetzt werden um andere strukturelle Linien des Kleidungsstücks zu brechen. Taschenklappen werden teilweise derart vergrößert, dass sie die visuelle Balance des Kleidungsstücks herausfordern. Das Faux-Layering ist auch weiterhin ein Motiv dieser Kollektion und die Arbeitsweste J.B. wird in verschiedenen Ausführungen in eine Reihe von Oberteilen integriert, wodurch ein etwas komplexerer Look zur nüchternen Ästhetik des Labels hinzugefügt wird. Während die Kollektion weiterhin einen klassischen Ansatz verfolgt, integriert G O E T Z E in dieser Saison eine spielerische Ästhetik in die bestehende Garderobe, durch vielseitige Detailentwicklung und neue strukturelle Elemente.